Material für die Mängelbehebung. Nach dem Elektrobefund.
Nach einem Elektrobefund steht fest, was an der Anlage nicht passt. Das Material für die Behebung bekommen Sie bei uns auch ohne Montage: Fehlerstromschutzschalter, Leitungsschutzschalter, Überspannungsschutz, Teile für den Verteiler, Steckdosen und Abdeckungen. Wir stellen es nach der Mängelliste zusammen, und Sie holen es in Wels oder Ried ab, oder wir liefern es.
Wir melden uns innerhalb von 24 Stunden an Werktagen.

- ElektrotechnikPlanung, Montage, Material
- 15+ Jahre Erfahrung1.500+ Projekte
- HerstellerunabhängigerSystempartner
- Wels, Ried im Innkreis, Salzburgdrei Standorte, Salzburg im Aufbau
Die Seite richtet sich vor allem an Elektrobetriebe und Gewerbebetriebe mit eigener Elektrofachkraft, die Mängel aus einem Befund selbst beheben. Private sind genauso willkommen, etwa um das Material für ihren Elektriker zu besorgen oder um vor einem Auftrag zu verstehen, was im Bericht steht.
Wir prüfen selbst und beheben selbst. Welche Teile nach einem Befund typischerweise getauscht werden, kennen wir deshalb aus der eigenen Arbeit und nicht nur aus dem Katalog.
Was Sie für die Mängelbehebung bekommen
Wir beschreiben hier Produktarten und worauf es bei der Auswahl ankommt. Welche Hersteller und Ausführungen gerade verfügbar sind, sagen wir Ihnen bei der Anfrage. Nicht jede Position liegt immer bereit, einiges bestellen wir für Sie.
- Fehlerstromschutzschalter in zwei- und vierpoliger Ausführung sowie FI/LS-Kombinationen
- Leitungsschutzschalter in verschiedenen Nennströmen und Auslösecharakteristiken
- Überspannungsableiter für Haupt- und Unterverteiler
- Verteilerkomponenten: Klemmen, Sammelschienen, Berührungsschutz und Blindabdeckungen
- Verteilergehäuse für den Austausch oder die Erweiterung zu kleiner Verteiler
- Steckdosen, Schalter, Abdeckrahmen und Feuchtraumgeräte
- Material für den Potenzialausgleich: Schienen, Erdungsschellen und Leitungen
- Beschriftungsmaterial für Verteiler und Stromkreisverzeichnis
Was kostet das?
ab € 250
Preise inkl. MwSt., Stand 10/2026, verbindlich nur nach Vor-Ort-Termin
Von der Mängelliste zur Materialliste
Ein Prüfbericht beschreibt, was nicht passt, aber nicht, welches Teil dafür in den Verteiler kommt. Zwischen Mangel und Material liegt eine Entscheidung: Ein fehlender Fehlerstromschutz lässt sich mit einem zentralen Schalter für mehrere Stromkreise lösen oder mit FI/LS-Kombinationen je Stromkreis. Beides hat Vor- und Nachteile, und was passt, hängt vom Platz im Verteiler und von der Aufteilung der Stromkreise ab.
Am schnellsten geht es, wenn Sie uns die Mängelliste und ein Foto vom offenen Verteiler schicken. Wir gehen die Punkte mit Ihnen durch, ordnen jedem Mangel das passende Material zu und sagen, wo eine Entscheidung vor Ort nötig ist. Aus dem Bericht helfen uns besonders diese Angaben:
- Die Mängel mit ihrer Einstufung nach Dringlichkeit
- Die Messwerte der Stromkreise, bei denen die Abschaltbedingungen nicht erfüllt sind
- Das Ergebnis der Auslöseprüfung jedes Fehlerstromschutzschalters
- Die Netzform am Hausanschluss, wenn sie im Bericht vermerkt ist
- Hinweise auf Zusatzanlagen wie Photovoltaik, Speicher oder Wallbox
Fehlerstromschutzschalter nachrüsten und tauschen
In älteren Anlagen fehlt der Fehlerstromschutz oft ganz oder deckt nur einen Teil der Stromkreise ab. Genauso häufig steht im Befund, dass ein vorhandener Schalter bei der Auslöseprüfung nicht oder zu langsam ausgelöst hat. Dann wird er getauscht, eine Reparatur gibt es bei diesen Geräten nicht.
Bei der Auswahl zählen mehrere Punkte. Die Polzahl richtet sich danach, ob der Schalter einen einphasigen Stromkreis oder einen Drehstromabgang schützt. Der Bemessungsfehlerstrom unterscheidet Schalter für den Personenschutz von solchen für den Brandschutz. Der Nennstrom muss zur Vorsicherung passen. Und der Typ entscheidet, welche Fehlerströme der Schalter überhaupt erkennt.
Beim Typ lohnt ein genauer Blick auf die angeschlossenen Geräte. Wechselrichter, Wallboxen, Wärmepumpen und Geräte mit Frequenzumrichter können Fehlerströme erzeugen, die ein einfacher Schalter nicht zuverlässig erkennt. Welcher Typ nötig ist, ergibt sich deshalb aus den Unterlagen des angeschlossenen Geräts und nicht aus dem Verteiler allein.
FI/LS-Kombinationen vereinen Fehlerstrom- und Leitungsschutz in einem Gerät. Löst ein Stromkreis aus, bleiben die anderen in Betrieb. Das ist praktisch, wenn Kühlgeräte, Heizung oder Server an eigenen Stromkreisen hängen, braucht aber je nach Ausführung mehr Platz auf der Hutschiene.
Leitungsschutzschalter und nicht erfüllte Abschaltbedingungen
Leitungsschutzschalter werden nach einem Befund getauscht, wenn sie beschädigt sind, Wärmespuren zeigen, nicht zur Leitung passen oder wenn alte Schraubsicherungen ersetzt werden sollen. Entscheidend sind Nennstrom und Auslösecharakteristik. Der Nennstrom richtet sich nach Querschnitt und Verlegeart der Leitung, die Charakteristik nach den Verbrauchern: Motoren und Geräte mit hohem Einschaltstrom brauchen eine andere als Steckdosen und Beleuchtung.
Ist im Befund vermerkt, dass die Abschaltbedingungen nicht erfüllt sind, löst der Schalter im Fehlerfall zu langsam aus. Ein anderer Schalter kann das beheben, etwa einer mit kleinerem Nennstrom oder anderer Charakteristik, aber nur, wenn der Stromkreis damit noch seine Verbraucher versorgt. Oft liegt die Ursache in einer langen oder schwachen Leitung. Dann hilft kein Schalter, sondern nur ein zusätzlicher Fehlerstromschutz oder eine neue Leitung. Das klären wir anhand der Messwerte, bevor Sie Material kaufen, das den Mangel nicht behebt.
Überspannungsschutz nach dem Befund
Fehlt ein Überspannungsschutz, steht das im Befund meist als Empfehlung. Zeigt ein vorhandener steckbarer Ableiter im Anzeigefenster eine Auslösung, ist das Modul verbraucht und muss getauscht werden. Welcher Ableiter in welchen Verteiler gehört und wie die Stufen zusammenspielen, erklären wir ausführlich unter Blitzschutz- und Überspannungsmaterial. Für die Auswahl brauchen wir die Netzform, die Art des Hausanschlusses und ein Foto des Verteilers.
Verteilerkomponenten: Klemmen, Schienen, Berührungsschutz
Viele Mängel sitzen nicht in den Schutzgeräten, sondern im Verteiler selbst. Lose oder überlastete Klemmen, fehlende Abdeckungen, offene Plätze ohne Blindabdeckung und Neutralleiter, die ohne Zuordnung auf einer gemeinsamen Klemme liegen, finden wir in älteren Verteilern regelmäßig. Das Material dafür ist überschaubar, muss aber zum vorhandenen Verteiler passen.
- Reihenklemmen für Außenleiter, Neutralleiter und Schutzleiter, passend zum Querschnitt
- Sammelschienen und Phasenschienen für eine saubere Verbindung mehrerer Schutzgeräte
- Neutralleiter- und Schutzleiterklemmen mit ausreichend Anschlussstellen
- Berührungsschutz und Abdeckungen, die zum Verteilergehäuse passen
- Blindabdeckungen für freie Plätze auf der Hutschiene
- Verteilergehäuse in mehreren Größen, wenn der alte Verteiler voll oder beschädigt ist
Wenn der alte Verteiler keinen Platz mehr hat
Ein nachgerüsteter Fehlerstromschutz, ein Überspannungsableiter und eine saubere Aufteilung der Stromkreise brauchen Platz. In älteren Verteilern ist der oft nicht da. Dann kann ein zusätzliches Gehäuse neben dem bestehenden reichen, oder der Verteiler wird ganz erneuert. Für die Auswahl brauchen wir die Zahl der Stromkreise, die geplanten Schutzgeräte, die Einbauart in der Wand oder auf der Wand und die verfügbaren Maße. Weiteres Material für Verteiler und Leitungen finden Sie unter Elektroinstallation: Material.
Steckdosen, Schalter und Abdeckungen
Gebrochene Abdeckungen, lose Steckdosen, verbrannte Kontakte und fehlende Schutzkontakte gehören zu den häufigsten Punkten auf einer Mängelliste in Wohnungen. Der Tausch wirkt klein, trotzdem sollte das neue Gerät zur Umgebung passen: Im Bad, im Keller, in der Garage und im Freien braucht es Geräte mit geeigneter Schutzart, meist mit Klappdeckel.
Wo ohnehin mehrere Geräte getauscht werden, ist ein einheitliches neues Programm oft die sauberere Lösung, als einzelne Teile eines alten Programms zusammenzusuchen. Das gilt besonders, wenn der Befund an vielen Stellen gebrochene oder verfärbte Abdeckungen bemängelt.
Potenzialausgleich und Beschriftung
Ein fehlender oder unterbrochener Potenzialausgleich im Bad ist ein typischer Befundmangel. Dafür gibt es Potenzialausgleichsschienen, Erdungsschellen für Rohre in verschiedenen Durchmessern und Leitungen im passenden Querschnitt. Welche Teile einbezogen werden müssen, entscheidet die Elektrofachkraft vor Ort.
Genauso oft bemängelt wird eine fehlende oder falsche Beschriftung. Beschriftungsschilder für Schutzgeräte, Einlegestreifen für den Verteiler und ein Vordruck für das Stromkreisverzeichnis sind schnell besorgt und sparen bei jeder späteren Störung Zeit. Wir legen sie gern zum übrigen Material dazu.
Wer das Material einbauen darf
Fehlerstromschutzschalter, Leitungsschutzschalter, Überspannungsableiter und alle Arbeiten im Verteiler gehören in die Hand einer Elektrofachkraft. Dasselbe gilt für den Tausch von Steckdosen und Schaltern und für den Anschluss des Potenzialausgleichs. Es sind Arbeiten an der elektrischen Anlage, und ein falsch angeschlossenes Schutzgerät sieht von außen richtig aus, schützt aber nicht.
Dazu kommt ein zweiter Grund: Nach der Behebung muss nachgewiesen werden, dass der Mangel beseitigt ist. Das geht nur mit Messung und Dokumentation durch einen Fachbetrieb. Ein Teil, das jemand ohne Befugnis eingebaut hat, bleibt im nächsten Befund ein offener Punkt. Das Material können Sie als Privatperson trotzdem bei uns kaufen und Ihrem Elektriker mitgeben.
Für Fachbetriebe, die selbst beheben
Elektrobetriebe und Betriebselektriker bekommen bei uns das Material für die Behebung nach der Mängelliste, auch in größeren Mengen auf Anfrage. Bei wiederkehrenden Prüfungen in Betrieben fallen oft dieselben Positionen an, etwa Steckdosen in Werkstätten, Abdeckungen an Maschinenverteilern oder Fehlerstromschutzschalter, die bei der Auslöseprüfung auffällig waren. Solche Listen stellen wir Ihnen gesammelt zusammen.
Geht es um eine Lösung, die Sie noch nicht verbaut haben, beraten Sie bei uns Elektriker, die solche Mängel selbst auf ihren Baustellen beheben. Haben wir den Befund erstellt, kennen wir die Anlage bereits und können die Auswahl direkt am Bericht abstimmen. Wie Sie Behebung und Nachprüfung zeitlich einplanen, steht unter Elektrobefund planen.
Für Private mit einem Befund in der Hand
Viele Private kommen mit einem Prüfbericht, den ein anderer Betrieb erstellt hat, und wollen wissen, was die Punkte bedeuten und wie groß der Aufwand ist. Wir erklären die Mängelliste in verständlichen Worten, sagen, welches Material dafür nötig ist, und was davon Ihr Elektriker erledigen muss.
Wer die Behebung lieber ganz abgibt, beauftragt uns mit dem Einbau. Dann bringen wir das Material mit, beheben die Mängel und prüfen die betroffenen Stromkreise nach. Mehr dazu unter Elektrobefund und Anlagenprüfung. Womit Sie für Befund und Nachprüfung rechnen müssen, zeigt die Seite Kosten für den Elektrobefund.
Wann Tauschteile nicht mehr reichen
Nicht jeder Mangel lässt sich mit einem neuen Schutzgerät beheben. Schlechte Isolationswerte über viele Stromkreise, Leitungen ohne Schutzleiter oder ein Verteiler, der über Jahrzehnte immer wieder erweitert wurde, sprechen eher für eine Erneuerung als für einzelne Tauschteile. Dann ist es sinnvoller, das Material für eine größere Sanierung zu planen, statt Teil für Teil nachzukaufen. Wie so ein Vorhaben aufgebaut wird, beschreibt die Seite Sanierung und Nachrüstung.
Was Sie zur Beratung mitbringen
Je mehr wir über die Anlage wissen, desto genauer passt das Material und desto seltener müssen Sie ein zweites Mal kommen. Hilfreich sind:
- Der Prüfbericht mit Mängelliste, vollständig oder als Auszug
- Ein Foto vom offenen Verteiler, auf dem Hutschienen, Schutzgeräte und Klemmen zu sehen sind
- Fotos der Typenschilder der vorhandenen Schutzgeräte
- Angaben zu Wallbox, Wechselrichter, Wärmepumpe oder Maschinen an den betroffenen Stromkreisen
- Bei Steckdosen und Schaltern eine Abdeckung oder ein Foto mit Herstellerangabe
Abholung und Lieferung
Sagen Sie uns vorab, was Sie vorhaben, dann liegt das Material vorbereitet und abgezählt bereit. Wir sagen Ihnen, was da ist und was wir bestellen, und Sie holen alles nach Vereinbarung ab, oder wir liefern es.
Abholen können Sie an unseren Standorten in Wels und Ried. Das gesamte Sortiment finden Sie unter Material, Abholung und Lieferung.
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Häufige Fragen
Häufige Fragen. Kurz und klar.
Kann ich Material nach der Mängelliste eines anderen Prüfers kaufen?
Ja, es spielt keine Rolle, wer den Befund erstellt hat. Die Mängelliste beschreibt die Anlage, nicht den Prüfer, und daraus lässt sich das Material genauso ableiten.
Darf ich einen Fehlerstromschutzschalter selbst einbauen?
Nur als Elektrofachkraft. Außerdem gilt der Mangel erst als behoben, wenn nach dem Einbau gemessen und dokumentiert wurde.
Muss ich das Material für alle Mängel auf einmal kaufen?
Nein. Punkte, die als Gefahr eingestuft sind, kommen zuerst. Empfehlungen ohne akute Gefahr lassen sich oft mit einer späteren Sanierung oder einem Verteilertausch zusammenlegen. So kaufen Sie keine Teile, die bei der nächsten größeren Arbeit wieder ausgebaut werden.
Welchen Fehlerstromschutzschalter brauche ich für die Wallbox oder den Wechselrichter?
Das hängt vom Gerät ab. Manche Hersteller schreiben einen bestimmten Typ vor, andere bauen die Erkennung von Gleichfehlerströmen schon ein. Nennen Sie uns Hersteller und Modell, dann sehen wir in den Unterlagen nach und wählen mit Ihnen den passenden Schalter.
Kann ich alte Schraubsicherungen einfach durch Leitungsschutzschalter ersetzen?
Oft ja, aber nicht Stück für Stück ohne Blick auf die Leitung. Der Nennstrom richtet sich nach Querschnitt und Verlegeart, nicht nach der alten Sicherung. In vielen alten Sicherungskästen fehlt zudem die Hutschiene, dann ist ein neuer Verteiler die bessere Lösung.
Bekomme ich Steckdosen, die zu meinem alten Schalterprogramm passen?
Wenn das Programm noch erhältlich ist, ja. Bringen Sie eine Abdeckung oder ein Foto mit Herstellerangabe mit. Ist es nicht mehr lieferbar, zeigen wir Ihnen Alternativen für dieselbe Unterputzdose.
Wer prüft nach, wenn ich die Mängel selbst behebe?
Die Nachprüfung übernehmen wir gern, auch wenn Sie als Fachbetrieb selbst behoben haben. Halten Sie fest, was Sie erneuert haben, dann prüfen wir gezielt die betroffenen Stromkreise und schließen die offenen Punkte im Bericht.