Bidirektionales Laden. Das Auto als Hausspeicher.
Beim bidirektionalen Laden gibt das E-Auto Strom zurück, ans Haus oder später ans Netz. Die Batterie im Auto ist meist viel größer als ein Heimspeicher. Die Technik kommt. Sie ist aber noch nicht überall so weit, wie die Werbung klingt.
Wir melden uns innerhalb von 24 Stunden an Werktagen.

- ElektrotechnikPlanung, Montage, Material
- 15+ Jahre Erfahrung1.500+ Projekte
- HerstellerunabhängigerSystempartner
- Wels, Ried im Innkreis, Salzburgdrei Standorte, Salzburg im Aufbau
Für wen sich das Thema lohnt: für Haushalte mit Photovoltaik und E-Auto, deren Auto oft zu Hause steht und die den Solarstrom vom Tag am Abend im Haus nutzen wollen, statt ihn günstig ins Netz einzuspeisen.
Auf dieser Seite geht es um das Zurückgeben von Strom und um die Frage, ob das für Sie schon Sinn ergibt. Wer nur laden will, also eine Wallbox auswählen, montieren und anmelden lassen, findet alles dazu unter Wallbox für zuhause.
Was heute geht
Bidirektionales Laden braucht drei Dinge, die zusammenpassen: ein Auto, das Strom abgeben darf, eine bidirektionale Wallbox und die Zustimmung des Netzbetreibers. Nur einige Fahrzeugmodelle unterstützen das derzeit, und die Wallboxen dafür sind deutlich teurer als normale. Was mit Ihrem Auto möglich ist, prüfen wir für Sie.
Die Freigabe hängt nicht nur am Modell, sondern auch am Softwarestand des Autos. Hersteller geben die Rückspeisung schrittweise frei, und das kann sich mit einem Update ändern. Aussagen wie „V2G-ready“ im Prospekt heißen noch nicht, dass die Funktion in Österreich freigegeben ist. Wir prüfen Datenblatt und Herstellerangaben zu Ihrem Fahrzeug.
Vehicle-to-Home und Vehicle-to-Grid
Für Privathaushalte ist heute vor allem die mittlere der drei Stufen interessant. Vehicle-to-Load ist Zubehör am Auto und keine Elektroinstallation. Vehicle-to-Home wird für Häuser mit Photovoltaik jetzt relevant. Vehicle-to-Grid setzt Tarife und Regeln voraus, die es für Private noch kaum gibt, mehr dazu weiter unten.
- Vehicle-to-Load: Das Auto versorgt einzelne Geräte über eine Steckdose, mit vielen Modellen schon heute möglich
- Vehicle-to-Home: Das Auto versorgt das Haus, etwa abends mit dem Solarstrom vom Tag
- Vehicle-to-Grid: Das Auto speist ins öffentliche Netz, technisch möglich, in der Praxis noch am Anfang
Wie bidirektionales Laden technisch funktioniert
Die Batterie im Auto speichert Gleichstrom, das Haus braucht Wechselstrom. Beim Rückspeisen muss der Strom also umgewandelt werden, und das passiert an einer von zwei Stellen. Entweder in der Wallbox: Eine Gleichstrom-Wallbox hat dafür einen eigenen Wechselrichter eingebaut und ist deshalb deutlich teurer als eine normale. Oder im Auto selbst: Dann muss das Ladegerät an Bord auch zurückwandeln können, und die Wallbox bleibt einfacher. Welcher Weg infrage kommt, bestimmt das Auto, nicht die Wallbox.
Damit das Ganze gesteuert läuft, tauschen Auto, Wallbox und Energiemanagement laufend Daten über einen gemeinsamen Kommunikationsstandard aus: Ladestand, gewünschte Abfahrtszeit, aktueller Hausverbrauch und Erzeugung der Photovoltaikanlage. Das Energiemanagement entscheidet daraus, wann geladen und wann entladen wird. Sie legen einen Mindestladestand fest, unter den das Auto nie entladen wird, damit die Fahrt am Morgen gesichert ist.
Was Sie für bidirektionales Laden brauchen
- Ein Auto mit Herstellerfreigabe für die Rückspeisung, gültig für Ihr Modell und Ihren Softwarestand
- Eine bidirektionale Wallbox, die zum Auto passt, also mit Gleich- oder Wechselstrom arbeitet, und für den Betrieb am Hausnetz zugelassen ist
- Ein Energiemanagement mit Messung am Netzanschlusspunkt, damit das Auto nur den Hausverbrauch deckt und nicht unkontrolliert einspeist
- Die Anmeldung beim Netzbetreiber, weil das Auto beim Rückspeisen wie eine Erzeugungsanlage wirkt. In Oberösterreich ist das je nach Gebiet Netz Oberösterreich, LINZ NETZ oder eww Netz in Wels, die Anmeldung übernehmen wir
- Einen Zählerkasten mit Platz für die zusätzliche Schutz- und Messtechnik
Vehicle-to-Home im Alltag: Solarstrom vom Tag am Abend nutzen
So sieht ein typischer Tag aus: Mittags lädt das Auto mit dem Überschuss der Photovoltaikanlage. Am Abend und in der Nacht versorgt es Licht, Küche und Wärmepumpe mit, und am Morgen ist der vorher festgelegte Mindestladestand wieder da. Voraussetzung ist, dass das Auto an der Wallbox hängt, wenn die Sonne scheint.
Für Pendler sieht die Rechnung anders aus. Wer tagsüber mit dem Auto in die Arbeit fährt, lädt es mittags nicht zu Hause. Dann bringt Vehicle-to-Home vor allem an Wochenenden, an Homeoffice-Tagen oder mit einem Zweitauto etwas. Deshalb sehen wir uns zuerst Ihr Fahrprofil an und erst dann die Technik. Wie reines Überschussladen ohne Rückspeisung funktioniert, steht unter Wallbox für zuhause.
Vehicle-to-Grid: Warum es in Österreich noch am Anfang steht
Bei Vehicle-to-Grid gibt das Auto Strom ins öffentliche Netz ab, gesteuert nach Netzbedarf oder Strompreis. Dafür braucht es mehr als Technik: einen Stromlieferanten oder Dienstleister, der das vergütet, ein passendes Messkonzept und Regeln des Netzbetreibers. Für Privathaushalte gibt es das in Österreich bisher kaum als fertiges Angebot, eher in Pilotprojekten.
Unser Rat zu V2G: Kaufen Sie keine Wallbox allein wegen versprochener Einnahmen aus der Netzeinspeisung. Wenn Ihre Anlage Vehicle-to-Home kann und gut vorbereitet ist, lässt sich Vehicle-to-Grid später ergänzen, sobald es passende Tarife gibt.
Notstrom aus dem E-Auto?
Vehicle-to-Home heißt nicht automatisch Notstrom. Fällt das Netz aus, schaltet eine netzgekoppelte bidirektionale Wallbox ab, genau wie der Wechselrichter einer normalen Photovoltaikanlage. Für Ersatzstrom aus dem Auto braucht es eine Wallbox, die Inselbetrieb kann, und eine Umschaltung mit Netztrennung im Zählerkasten.
Vehicle-to-Load über die Steckdose am Auto versorgt einzelne Geräte direkt. Es darf aber nie über eine Haussteckdose ins Hausnetz eingespeist werden: Der Strom könnte ins öffentliche Netz zurückfließen und Monteure gefährden, die dort arbeiten. Wie eine sichere Umschaltung aussieht, erklärt die Seite Notstrom.
Autobatterie, Garantie und Lebensdauer
Rückspeisen bedeutet zusätzliche Lade- und Entladevorgänge. Wie stark das die Batterie belastet, hängt von Entladeleistung, Entladetiefe und Temperatur ab, im Hausbetrieb sind die Ströme eher klein. Wichtiger ist die Garantie: Manche Hersteller begrenzen die Batteriegarantie bei Rückspeisung oder knüpfen sie an bestimmte Wallboxen. Diese Bedingungen sollten Sie vor dem Kauf prüfen, wir sehen sie uns gern mit Ihnen an.
Heute vorbereiten
Wer jetzt eine Wallbox, eine Photovoltaikanlage oder einen neuen Zählerkasten plant, kann die Leitungen und den Platz so vorsehen, dass eine bidirektionale Wallbox später dazukommen kann. Das kostet heute wenig und erspart später Umbauten. Wie Installation, Test und Übergabe ablaufen, steht unter Bidirektionale Wallbox montieren.
Konkret heißt vorbereiten: Leerrohr und Leitung zum Stellplatz so dimensionieren, dass sie auch für eine bidirektionale Wallbox reichen, im Zählerkasten Platz für einen zusätzlichen Zähler und die Schutzeinrichtung lassen und eine Netzwerkleitung zur Wallbox legen. Bei Energiemanagement und Wechselrichter einer neuen Anlage für Photovoltaik achten wir darauf, dass sie eine bidirektionale Wallbox später einbinden können.
Bidirektionale Wallbox oder normale Wallbox?
Ist Ihr Auto nicht für die Rückspeisung freigegeben, bringt eine bidirektionale Wallbox heute nichts. Dann montieren wir eine normale Wallbox und wählen Leitung, Zählerkasten und Energiemanagement so, dass ein Umstieg später einfach ist. Auswahl, Montage und Anmeldung beschreibt Wallbox für zuhause, Preise stehen unter Kosten einer Wallbox.
Eine bidirektionale Wallbox lohnt sich eher, wenn das Auto freigegeben ist, eine Photovoltaikanlage vorhanden ist und das Auto oft tagsüber daheim steht. Im Vergleich zum Heimspeicher gilt: Der stationäre Speicher ist immer da, das Auto nur, wenn es angesteckt ist. Oft ergänzen sich beide, mehr dazu unter Batteriespeicher. Welche Bauart zu Ihrem Auto passt und wie Sie ein Gerät bei uns kaufen und abholen oder liefern lassen, steht unter Bidirektionale Wallbox kaufen.
So gehen wir bei Ihrer Anfrage vor
- Schritt 01Sie schicken uns Fahrzeugmodell, Fotos von Zählerkasten und Stellplatz und Angaben zur Photovoltaikanlage
- Schritt 02Wir prüfen die Herstellerfreigabe und Ihre Hausanlage
- Schritt 03Wir klären die Anmeldung mit dem Netzbetreiber
- Schritt 04Sie bekommen eine Empfehlung mit Angebotjetzt bidirektional, normale Wallbox mit Vorbereitung oder zuerst ein Heimspeicher
- Schritt 05Montage und Inbetriebnahme durch unsere Monteure
- PlanungAuslegung nach Ihrem Bedarf
- MontageVom Elektrotechnikbetrieb
- MaterialAb Lager, abholen oder liefern lassen
- Anmeldung & DokuNetzbetreiber, Messprotokoll, Übergabe
Unverbindlich anfragen
Bidirektionales Laden anfragen

Gemeinsam mehr möglich machen
Ihr Projekt startet
mit einem Gespräch.
Wir melden uns innerhalb von 24 Stunden an Werktagen.
Häufige Fragen
Häufige Fragen. Kurz und klar.
Brauche ich dann noch einen Heimspeicher?
Das hängt davon ab, wie oft das Auto tagsüber zu Hause steht. Wer tagsüber pendelt, hat das Auto abends zwar da, aber nicht zum Laden in der Mittagssonne. Wir rechnen beide Varianten durch.
Welche E-Autos können bidirektional laden?
Eine Modellliste veraltet schnell, deshalb nennen wir hier keine. Entscheidend ist die Freigabe des Herstellers für Modell und Softwarestand und ob das Auto über Gleich- oder Wechselstrom zurückspeist. Wir prüfen das für Ihr konkretes Fahrzeug.
Darf ich in Österreich Strom aus dem E-Auto ins Netz einspeisen?
Beim Rückspeisen wirkt das Auto technisch wie eine Erzeugungsanlage und muss beim Netzbetreiber angemeldet werden. Für Vehicle-to-Home ohne Einspeisung ins Netz ist das einfacher. Eine Vergütung für Strom aus dem Auto gibt es für Private bisher kaum.
Schadet bidirektionales Laden der Autobatterie?
Es kommen Ladezyklen dazu, im Hausbetrieb allerdings mit kleinen Strömen. Wichtiger sind die Garantiebedingungen des Herstellers. Mindestladestand und Entladeleistung lassen sich im Energiemanagement begrenzen.
Kann ich meine bestehende Wallbox bidirektional nachrüsten?
In der Regel nicht, denn die Rückspeisung braucht andere Leistungselektronik. Leitung, Absicherung und Energiemanagement lassen sich aber oft weiterverwenden, wenn sie passend dimensioniert sind. Wir prüfen Ihren Bestand.
Gibt es eine Förderung für bidirektionales Laden?
Förderungen ändern sich häufig und unterscheiden sich zwischen Bund, Land und Gemeinde. Die aktuellen Programme erfahren Sie bei den zuständigen Stellen von Bund und Land Oberösterreich. Wir berücksichtigen, was zum Zeitpunkt des Auftrags gilt.
Lohnt sich Vehicle-to-Home auch ohne Photovoltaik?
Technisch geht es, der Nutzen ist aber klein, weil das Auto dann nur Netzstrom zeitversetzt wieder abgibt. Sinnvoll wird Vehicle-to-Home vor allem mit eigener Photovoltaik.