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Notstrom planen. Bevor der Strom ausfällt.

Ob eine Notstromlösung im Ernstfall trägt, entscheidet sich nicht beim Einbau, sondern vorher am Tisch. Welche Geräte müssen laufen, wie lange, und woher kommt die Energie? Wer diese Fragen überspringt, hat am Ende ein Aggregat, das die Brunnenpumpe nicht anwirft, oder einen Speicher, der nach einer Nacht leer ist.

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  • ElektrotechnikPlanung, Montage, Material
  • 15+ Jahre Erfahrung1.500+ Projekte
  • HerstellerunabhängigerSystempartner
  • Wels, Ried im Innkreis, Salzburgdrei Standorte, Salzburg im Aufbau

Auf dieser Seite beschreiben wir, was wir vor der Ausführung klären, messen und berechnen, welche Unterlagen wir brauchen und was Sie am Ende der Planung in der Hand haben. Welche Lösungen es gibt und wie wir sie einbauen, steht auf der Seite Notstrom und Ersatzstrom. Aggregate und Einspeisematerial finden Sie unter Notstromaggregat kaufen.

Was wir planen

  • Eine Verbraucherliste mit klarer Rangfolge, was zuerst versorgt wird
  • Die Leistung, die gleichzeitig verfügbar sein muss, samt Anlaufspitzen
  • Den Energiebedarf für die Zeit, die überbrückt werden soll
  • Die Wahl zwischen Speicher, Aggregat oder einer Kombination aus beiden
  • Das Umschaltkonzept: von Hand oder automatisch, welche Stromkreise, wie zurück aufs Netz
  • Die Schutzmaßnahmen, die auch im Inselbetrieb wirken
  • Für Höfe und Betriebe: die Versorgung mehrerer Gebäude und einen Ablauf für den Ernstfall

Die Verbraucherliste ist der Kern der Planung

Am Anfang steht keine Technik, sondern ein Gang durchs Haus oder über den Hof. Wir fragen bei jedem Gerät, was passiert, wenn es einen Tag lang keinen Strom hat. Manche Ausfälle sind lästig, andere verursachen Schäden: ein überlaufender Pumpenschacht, aufgetaute Vorräte, eine Heizung, die im Winter stillsteht, Tiere ohne Lüftung oder Wasser.

Aus diesen Antworten wird eine Rangfolge. Sie bestimmt später, welche Stromkreise umgeschaltet werden und wie groß Speicher oder Aggregat sein müssen. Je kürzer die Liste der unverzichtbaren Geräte, desto kleiner fällt die Lösung aus und desto länger reicht die gespeicherte Energie. Wir teilen die Verbraucher meist in drei Gruppen ein:

  • Unverzichtbar: was Folgeschäden verhindert oder die Sicherheit betrifft, etwa Heizungssteuerung, Hebeanlage, Brunnenpumpe, Stalllüftung
  • Wichtig: was den Alltag erträglich macht, etwa Kühlschrank, Licht in einigen Räumen, Router und Telefon
  • Verzichtbar: was warten kann oder bewusst ausgeschaltet bleibt, etwa Backrohr, Sauna, Wäschetrockner oder die Wallbox

Leistung ermitteln: was gleichzeitig laufen muss

Für jedes Gerät auf der Liste halten wir die Leistung fest, bevorzugt vom Typenschild oder aus dem Datenblatt des Herstellers. Schätzwerte aus dem Internet ersetzen das nicht, weil sich Geräte gleicher Art stark unterscheiden. Danach kommt die eigentliche Arbeit: Nicht alle Verbraucher laufen zugleich. Wir klären, was dauernd läuft, was sich ein- und ausschaltet und was sich im Notbetrieb bewusst nacheinander betreiben lässt.

Wo Typenschilder fehlen oder unklar ist, wie sich die Last über den Tag verteilt, messen wir. Eine Aufzeichnung über einige Tage im Verteiler zeigt, wann welche Leistung anliegt und wo Spitzen entstehen. Liegen Verbrauchsdaten aus dem Smart Meter vor, werten wir auch diese aus.

Energiebedarf: wie lange es reichen soll

Die Leistung sagt, was gleichzeitig laufen kann. Der Energiebedarf sagt, wie lange. Dafür legen wir zuerst mit Ihnen fest, welchen Ausfall die Lösung überbrücken soll: ein paar Stunden nach einem Gewitter, eine Nacht oder mehrere Tage bei einem großflächigen Ausfall. Das ist eine Entscheidung über Vorsorge und Budget, keine rein technische Frage.

Dann rechnen wir für jedes Gerät aus, wie viel Energie es in dieser Zeit braucht, mit realistischen Laufzeiten statt Dauerbetrieb. Ein Kühlschrank läuft nicht ständig, eine Umwälzpumpe in der Heizperiode dagegen schon. Die Summe zeigt, ob ein Speicher reicht, wie groß die Reserve im Speicher sein muss, die im Alltag nicht entladen wird, oder wie viel Treibstoff für ein Aggregat bereitliegen sollte.

Gerechnet wird für den ungünstigen Fall. Im Winter liefert die Photovoltaikanlage bei Nebel und Schnee kaum nach, gleichzeitig läuft die Heizung. Eine Planung, die nur an sonnigen Sommertagen aufgeht, hilft im Ernstfall wenig. Wie groß ein Speicher für den Eigenverbrauch sein sollte, ist eine eigene Frage, die wir unter Batteriespeicher planen behandeln.

Speicher, Aggregat oder beides

Mit Verbraucherliste, Leistung und Energiebedarf lässt sich die Grundsatzfrage sachlich beantworten. Ein Speicher mit Ersatzstrom springt ohne Zutun ein, ist leise und braucht keinen Treibstoff, ist aber durch seinen Inhalt begrenzt. Ein Aggregat liefert, solange Treibstoff da ist, muss aber gestartet, betankt und gewartet werden. Auf diese Punkte achten wir bei der Entscheidung:

  • Wie lange der Ausfall dauern darf, bevor es kritisch wird
  • Ob jemand vor Ort ist, der ein Aggregat starten und umschalten kann, auch nachts und im Urlaub
  • Ob schon eine Photovoltaikanlage oder ein Speicher vorhanden ist und was der Wechselrichter kann
  • Ob Geräte mit hohem Anlaufstrom oder Drehstrom versorgt werden müssen
  • Ob ein Traktor für ein Zapfwellenaggregat verfügbar ist
  • Wo ein Aggregat sicher im Freien stehen kann und wo Treibstoff gelagert wird

Wann die Kombination sinnvoll ist

Häufig kommen wir bei der Planung zu einer Kombination: Der Speicher überbrückt kurze Ausfälle automatisch, und für den seltenen langen Ausfall gibt es einen Einspeisepunkt für ein Aggregat. Das klingt einfach, verlangt aber eine saubere Abstimmung. Wechselrichter, Speicher und Aggregat dürfen nicht gegeneinander arbeiten.

Ob das Aggregat den Speicher nachladen darf, hängt vom Wechselrichter ab und steht in den Herstellerunterlagen. Das klären wir vor dem Angebot, nicht nach dem Einbau. Ist die Lösung ohne Speicher geplant, halten wir trotzdem fest, wie ein späterer Speicher eingebunden würde, damit die Umschaltung nicht ein zweites Mal umgebaut werden muss.

Das Umschaltkonzept

Das Umschaltkonzept legt fest, wie das Haus vom Netz getrennt wird, welche Stromkreise im Notbetrieb Strom bekommen und wie es zurück aufs Netz geht. Bei einer Lösung von Hand braucht es einen Umschalter, den auch ungeübte Personen sicher bedienen können, mit eindeutiger Beschriftung. Bei automatischem Ersatzstrom übernimmt eine Umschalteinrichtung die Trennung, gesteuert vom Wechselrichter oder Speichersystem.

Die abgesicherten Stromkreise fassen wir oft in einem eigenen Bereich des Verteilers oder in einer kleinen Unterverteilung zusammen. So ist auf einen Blick klar, was im Notbetrieb läuft, und niemand hängt aus Versehen einen großen Verbraucher dazu. Dafür muss der Verteiler Platz haben. Fehlt der, planen wir die Erneuerung mit, siehe Sanierung planen.

Oft vergessen wird der Schutz im Inselbetrieb. Ohne Netz fehlt die Erdungsverbindung des Hausanschlusses, und die Ersatzquelle liefert im Fehlerfall weniger Strom als das Netz. Deshalb halten wir im Konzept fest, wie die Schutzmaßnahme im Notbetrieb aufgebaut ist und welche Messwerte bei der Inbetriebnahme nachzuweisen sind. Für Geräte, die keine Unterbrechung vertragen, planen wir eine USV dazu.

Höfe und Betriebe: mehr als ein Haus

Auf einem Hof verteilen sich die wichtigen Verbraucher oft auf Wohnhaus, Stall, Milchkammer und Maschinenhalle, jedes mit eigener Unterverteilung. Wir klären, welche Unterverteilungen im Notbetrieb mitlaufen, wo der Einspeisepunkt am sinnvollsten sitzt und ob die Leitungen dazwischen dafür ausgelegt sind. Liegt der Einspeisepunkt weit von der Hauptverteilung entfernt, rechnen wir auch Querschnitt und Spannungsfall der Zuleitung nach.

Im Gewerbe stehen Kühlräume, Kassen, Server, Telefonanlage und Maschinensteuerungen auf der Liste. Hier planen wir zusätzlich, was kontrolliert heruntergefahren werden muss und in welcher Reihenfolge Maschinen nach der Rückkehr des Netzes wieder anlaufen. Das fließt in einen Ablauf für den Ernstfall ein, den wir mit Ihren Verantwortlichen erarbeiten. Wie sich Störungen im Betrieb generell klein halten lassen, zeigt Störungen vorbeugen.

Abstimmung mit Netzbetreiber und Versicherer

Jede Notstromlösung muss sicherstellen, dass nie Strom ins öffentliche Netz zurückfließt. Wie das technisch gelöst ist, beschreiben wir in der Planung nachvollziehbar. Ändert sich durch den Umbau etwas am Zählerplatz oder an einer bestehenden Photovoltaikanlage, stimmen wir das mit dem Netzbetreiber ab und kümmern uns um die nötigen Meldungen.

Bei Betrieben lohnt ein Blick in Bescheide und Versicherungsbedingungen. Manche Versicherer oder Auflagen verlangen für bestimmte Bereiche eine Ersatzversorgung, andere stellen Anforderungen an Aufstellort und Treibstofflagerung eines Aggregats. Wir sehen uns vorhandene Unterlagen an und planen so, dass die Lösung dazu passt.

Was wir von Ihnen brauchen

  • Ihre eigene Liste, was bei einem Ausfall auf keinen Fall stehen darf
  • Fotos der Typenschilder von Pumpen, Heizung, Kühlgeräten und Maschinen
  • Ein Foto vom geöffneten Verteiler und vom Zählerplatz
  • Datenblätter von Wechselrichter und Speicher, falls schon vorhanden
  • Vorhandene Pläne der Elektroanlage und bei Betrieben Bescheide und Prüfberichte

Typische Planungsfehler

  • Das Aggregat nach der Dauerleistung gekauft, ohne den Anlaufstrom der Pumpen zu prüfen
  • Alle wichtigen Verbraucher auf einer Phase, sodass das Drehstromaggregat seine Leistung nicht abgeben kann
  • Den ganzen Haushalt auf Ersatzstrom gelegt, sodass der Speicher nach kurzer Zeit leer ist
  • Keine Reserve im Speicher eingestellt, der Ausfall kommt am Abend bei leerem Speicher
  • Niemand weiß im Ernstfall, wie umgeschaltet wird, weil Beschriftung und Anleitung fehlen

So läuft die Planung ab

  1. Schritt 01GesprächWir klären, welchen Ausfall Sie überbrücken wollen und was dabei laufen muss.
  2. Schritt 02BestandsaufnahmeVerteiler, Zählerplatz, Wechselrichter und Verbraucher vor Ort ansehen, bei Bedarf messen.
  3. Schritt 03BerechnungLeistung, Anlaufspitzen und Energiebedarf für die festgelegte Dauer.
  4. Schritt 04KonzeptSpeicher, Aggregat oder beides, Umschaltung, Stromkreise und Schutzmaßnahmen.
  5. Schritt 05Abstimmung und AngebotNetzbetreiber, bei Betrieben Versicherer, dann das Angebot mit Varianten.

Ergebnis der Planung

Sie bekommen eine Verbraucherliste mit Rangfolge, die berechnete Leistung und den Energiebedarf, eine Empfehlung für Speicher, Aggregat oder beides und ein Umschaltkonzept mit den Stromkreisen, die im Notbetrieb versorgt werden.

Auf dieser Grundlage bauen wir die Lösung, beschrieben unter Notstrom und Ersatzstrom. Sollen Photovoltaik oder Speicher erst entstehen, planen wir den Notbetrieb gleich mit, siehe Photovoltaik planen.

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Häufige Fragen

Häufige Fragen. Kurz und klar.

Brauche ich für ein Einfamilienhaus wirklich eine Planung?

Für eine einzelne Notstrom-Steckdose am Speicher reicht oft ein kurzes Gespräch. Sobald Stromkreise umgeschaltet, ein Aggregat eingebunden oder Pumpen versorgt werden sollen, lohnt die Planung, weil dann Leistung, Phasen und Schutzmaßnahmen zusammenpassen müssen.

Kann ich die Verbraucherliste selbst vorbereiten?

Ja, und das hilft sehr. Gehen Sie durchs Haus, notieren Sie, was bei einem Ausfall wirklich laufen muss, und fotografieren Sie die Typenschilder. Die Rangfolge und die Berechnung machen wir dann gemeinsam.

Wie lange sollte eine Notstromlösung überbrücken können?

Das legen Sie fest, nicht die Technik. Wer vor allem kurze Ausfälle nach Unwettern abfangen will, kommt mit einem Speicher meist gut aus. Wer sich auf lange, großflächige Ausfälle vorbereiten will, plant zusätzlich ein Aggregat ein.

Muss die Wärmepumpe mit auf die Liste?

Nicht unbedingt. Oft genügt es, Heizungssteuerung und Umwälzpumpe zu versorgen, etwa wenn es einen Kaminofen gibt. Soll die Wärmepumpe selbst laufen, prüfen wir Anlaufverhalten und Leistung anhand der Herstellerangaben, weil sie die Größe der ganzen Lösung bestimmt.

Kann ich später noch Stromkreise zur Notversorgung dazunehmen?

Wenn Umschaltung und Verteiler dafür Reserve haben, ja. Deshalb planen wir Platz für spätere Kreise ein. Jeder zusätzliche Verbraucher verkürzt aber die Überbrückungszeit, das rechnen wir vor der Erweiterung nach.

Kann ein E-Auto Teil der Notstromplanung sein?

Als Idee ja. In der Praxis setzt das voraus, dass Auto, Ladestation und Hausanschluss das Rückspeisen ins Haus unterstützen. Wie weit das heute ist, steht unter Bidirektionales Laden planen. Für eine verlässliche Notstromplanung setzen wir derzeit auf Speicher oder Aggregat.

Was kostet die Planung einer Notstromlösung?

Das hängt vom Umfang ab, beim Einfamilienhaus fällt sie deutlich kleiner aus als bei einem Hof mit mehreren Gebäuden. Den Planungsaufwand nennen wir Ihnen nach dem ersten Gespräch. Die Preistreiber für Ersatzstrom mit Speicher stehen unter Batteriespeicher: Kosten.