Notstrom und Ersatzstrom. Wenn das Netz ausfällt.
Bei einem Stromausfall schaltet sich eine normale Photovoltaikanlage ab, auch wenn die Sonne scheint und der Speicher voll ist. Mit Ersatzstrom laufen Kühlschrank, Heizung und Licht weiter. Wir planen und bauen die Umschaltung dafür.
Wir melden uns innerhalb von 24 Stunden an Werktagen.

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Diese Seite richtet sich an Einfamilienhäuser, Höfe und Betriebe. Hier geht es darum, was bei einem Netzausfall weiterläuft. Wie groß ein Speicher für den Eigenverbrauch sein soll und ob er sich rechnet, steht auf der Seite Batteriespeicher.
Was wir machen
- Ersatzstrom mit Photovoltaik und Batteriespeicher
- Notstrom für ausgewählte Stromkreise oder das ganze Haus
- Umschalteinrichtung im Zählerkasten
- Einspeisepunkt für ein mobiles Stromaggregat
- Unterbrechungsfreie Stromversorgung für empfindliche Geräte
- Notstromkonzepte für Betriebe und landwirtschaftliche Betriebe
Warum die Photovoltaikanlage beim Stromausfall abschaltet
Der Wechselrichter trennt sich bei einem Netzausfall automatisch vom Netz. Das ist Absicht: Niemand, der an der Leitung arbeitet, darf von Ihrer Anlage Strom zurückbekommen.
Damit das Haus trotzdem Strom hat, braucht es zwei Dinge. Erstens eine Trennung, die das Haus sicher vom öffentlichen Netz abkoppelt. Zweitens einen Wechselrichter, der im Haus ein eigenes kleines Netz aufbauen kann, den sogenannten Inselbetrieb. Sonne allein reicht dafür ohne Speicher meist nicht, weil Erzeugung und Verbrauch selten zusammenpassen. Eine Wolke genügt, und die Leistung bricht ein.
Notstrom oder Ersatzstrom?
Notstrom versorgt meist nur einzelne Steckdosen oder Stromkreise, die Sie im Voraus festlegen. Ersatzstrom versorgt das ganze Haus oder große Teile davon und schaltet bei einem Netzausfall automatisch um. Was Sie brauchen, hängt davon ab, was bei einem Ausfall weiterlaufen muss, und das klären wir zuerst.
Notstrom-Steckdose, Ersatzstrom oder Aggregat
Drei Lösungen stehen zur Wahl, und sie unterscheiden sich stark in Aufwand und Komfort. Kombinationen sind möglich, etwa Ersatzstrom für den Alltag und ein Aggregat als Reserve.
- Notstrom-Steckdose am Wechselrichter oder Speicher: die einfachste Lösung. Bei einem Ausfall stecken Sie die Geräte von Hand um. Die Leistung ist begrenzt und reicht für Kühlschrank, Router und eine Lampe.
- Ersatzstrom mit automatischer Umschaltung: Eine Umschalteinrichtung im Zählerkasten trennt das Haus vom Netz und versorgt festgelegte Stromkreise oder das ganze Haus aus Speicher und Photovoltaik, ohne dass jemand eingreifen muss.
- Einspeisepunkt für ein Aggregat: unabhängig von Sonne und Speicherstand, gedacht für lange Ausfälle. Das Aggregat braucht Treibstoff und wird von Hand gestartet und umgeschaltet.
Welche Verbraucher im Ernstfall laufen sollen
Bevor wir über Technik reden, schreiben wir mit Ihnen auf, was bei einem Ausfall wirklich weiterlaufen muss. Diese Liste bestimmt, welche Lösung passt und welche Stromkreise umgeschaltet werden.
Entscheidend sind die Leistung, also was gleichzeitig laufen kann, und die Energie, also wie lange es läuft. Wie wir beides ermitteln und daraus Speicher, Aggregat und Umschaltung ableiten, steht unter Notstrom planen. Auf der Liste stehen meist:
- Heizungssteuerung und Umwälzpumpe
- Kühlschrank und Gefriertruhe
- Licht in Küche, Gang und Stiege
- Router und Telefon
- Hebeanlage oder Pumpe im Keller
- Brunnenpumpe
- Alarmanlage, Garagen- und Hoftor
USV für Server, Kassen und Steuerungen
Auch automatischer Ersatzstrom schaltet nicht ganz ohne Unterbrechung um. Für Licht und Kühlschrank ist das egal. Server, Kassensysteme, Telefonanlagen oder Maschinensteuerungen können aber neu starten oder Daten verlieren.
Eine unterbrechungsfreie Stromversorgung, kurz USV, überbrückt die Lücke, bis Ersatzstrom oder Aggregat übernimmt, oder fährt die Geräte kontrolliert herunter. Wir legen mit Ihnen fest, welche Geräte an die USV gehören, und bauen sie fest in die Verteilung ein, statt eines Geräts unter dem Schreibtisch.
Ein Aggregat sicher einbinden
Für ein Aggregat setzen wir eine Einspeisedose außen, in der Garage oder in der Maschinenhalle, dazu einen Umschalter mit den Stellungen Netz, Aus und Aggregat. So kann das Aggregat nie gleichzeitig mit dem Netz verbunden sein und nichts zurückspeisen. Beschriftung und eine kurze Anleitung am Verteiler sorgen dafür, dass im Ernstfall jeder weiß, was zu tun ist.
Gibt es im Haus schon eine Photovoltaikanlage, muss geklärt sein, wie ihr Wechselrichter reagiert, wenn das Aggregat läuft. Die Größe des Aggregats richtet sich nach den festgelegten Verbrauchern. Wir beraten bei der Auswahl, liefern die Einspeisung und prüfen die Schutzmaßnahme. Ein regelmäßiger Probelauf hält das Aggregat startbereit. Aggregat, Einspeisedose und Umschalter bekommen Sie bei uns auch zum Abholen oder mit Lieferung, siehe Notstromaggregat kaufen.
Ersatzstrom bei einer bestehenden Anlage nachrüsten
Ob sich Ersatzstrom nachrüsten lässt, hängt zuerst vom vorhandenen Wechselrichter und Speicher ab. Manche haben die Funktion schon eingebaut, und es fehlt nur die Umschaltung. Andere brauchen eine Zusatzkomponente, bei manchen ist ein Tausch nötig. Das prüfen wir vor dem Angebot.
Der zweite Punkt ist der Zählerkasten. In älteren Verteilern fehlt oft der Platz für die Umschalteinrichtung, dann gehört eine Erneuerung dazu, siehe Sanierung und Nachrüstung. Ist noch kein Speicher vorhanden, wird er zuerst geplant, mehr dazu unter Batteriespeicher.
Für Betriebe und Landwirtschaft
Im Stall, in der Kühlung oder in der Produktion kann ein Stromausfall schnell teuer werden. Wir planen, welche Verbraucher abgesichert werden müssen, und bauen die Einspeisung für einen Speicher oder ein Aggregat passend zum Betrieb.
So läuft es ab
- Schritt 01Vor OrtWechselrichter, Speicher und Zählerkasten ansehen, Liste der wichtigen Verbraucher aufnehmen
- Schritt 02KonzeptNotstrom, Ersatzstrom oder Aggregat, welche Stromkreise, Angebot mit Varianten
- Schritt 03Abstimmung mit dem Netzbetreiber, wo die Änderung das erfordert
- Schritt 04Umbau im Zählerkasten, Umschalteinrichtung und gegebenenfalls Einspeisedose
- Schritt 05Netzausfall gemeinsam simulieren, Einweisung und Dokumentation mit Messprotokoll
Blackout-Vorsorge: was realistisch ist
Kurze Ausfälle nach einem Gewitter oder Sturm überbrückt ein Speicher mit Ersatzstrom gut. Bei einem langen, großflächigen Ausfall im Winter liefert die Photovoltaikanlage bei Nebel und Schnee nur wenig nach.
Wer länger unabhängig sein will, kombiniert einen Speicher mit Ersatzstrom für den Alltag mit einem Einspeisepunkt für ein Aggregat als Reserve. Die Liste der Verbraucher bleibt dabei bewusst klein, Heizung und Wasser kommen zuerst. Vollständige Autarkie versprechen wir nicht, eine ehrliche Planung für den Ernstfall schon. Hat Ihre eigene Anlage eine Störung, hilft der Störungsdienst.
- PlanungAuslegung nach Ihrem Bedarf
- MontageVom Elektrotechnikbetrieb
- MaterialAb Lager, abholen oder liefern lassen
- Anmeldung & DokuNetzbetreiber, Messprotokoll, Übergabe
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Häufige Fragen
Häufige Fragen. Kurz und klar.
Kann jeder Speicher Notstrom liefern?
Nein. Es braucht einen Wechselrichter mit Ersatzstrom-Funktion und eine Umschaltung im Zählerkasten. Ob Ihre Anlage das kann oder nachgerüstet werden kann, prüfen wir.
Darf ich ein Aggregat einfach an eine Steckdose anschließen?
Nein, das ist gefährlich, weil Strom ins öffentliche Netz zurückfließen kann. Ein Aggregat braucht einen eigenen Einspeisepunkt mit Netztrennung. Den bauen wir.
Wie lange reicht mein Speicher bei einem Stromausfall?
Das hängt vom Speicherinhalt, vom Ladezustand zum Zeitpunkt des Ausfalls und von den angeschlossenen Verbrauchern ab. Bei vielen Systemen lässt sich eine Reserve einstellen, die im Alltag nicht entladen wird. Wie groß sie sein soll, legen wir mit Ihnen fest.
Lädt die Photovoltaikanlage den Speicher während des Stromausfalls nach?
Bei Systemen mit echtem Inselbetrieb ja, solange die Sonne scheint. Bei einfachen Notstrom-Steckdosen ist das je nach Hersteller eingeschränkt. Wir prüfen das für Ihren Wechselrichter.
Läuft meine Wärmepumpe im Ersatzstrombetrieb?
Oft nur eingeschränkt, weil sie beim Anlaufen viel Leistung braucht. Heizungssteuerung und Umwälzpumpe sind meist machbar. Die Wärmepumpe selbst prüfen wir im Einzelfall, anhand der Herstellerangaben und der Leistung des Wechselrichters.
Kann mein E-Auto das Haus bei einem Stromausfall versorgen?
Grundsätzlich ist das die Idee von Vehicle-to-Home. Dafür müssen Auto, Ladestation und Hausanschluss das unterstützen, und das ist heute noch nicht breit verfügbar. Mehr dazu unter Bidirektionales Laden.
Was kostet Ersatzstrom?
Das hängt von Wechselrichter, Speicher, der Zahl der umgeschalteten Stromkreise und dem Zählerkasten ab, die Preistreiber stehen unter Batteriespeicher: Kosten.
Sollte ich die Umschaltung regelmäßig testen?
Ja. Bei der Übergabe simulieren wir einen Netzausfall gemeinsam und zeigen Ihnen, woran Sie erkennen, dass die Umschaltung arbeitet. Danach empfiehlt sich ein Probebetrieb in regelmäßigen Abständen, etwa vor dem Winter. Ein Aggregat sollte zusätzlich regelmäßig unter Last laufen, damit es im Ernstfall anspringt.