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Bidirektionale Wallbox montieren. Installation, Test und Übergabe.

Eine bidirektionale Wallbox anzuschließen ist mehr Arbeit als bei einer normalen Wallbox. Das Gerät lädt nicht nur, es gibt auch Strom ans Haus zurück, und damit gelten für den Anschluss ähnliche Regeln wie für eine Photovoltaikanlage. Wir prüfen das Hausnetz, verlegen Zuleitung und Schutzeinrichtungen, binden die Wallbox in Energiemanagement und Photovoltaik ein und geben die Rückspeisung erst frei, wenn der Netzbetreiber zugestimmt hat.

Wir melden uns innerhalb von 24 Stunden an Werktagen.

(KI-generiert)
  • ElektrotechnikPlanung, Montage, Material
  • 15+ Jahre Erfahrung1.500+ Projekte
  • HerstellerunabhängigerSystempartner
  • Wels, Ried im Innkreis, Salzburgdrei Standorte, Salzburg im Aufbau

Hier lesen Sie, was bei der Installation vor Ort passiert, was Sie selbst vorbereiten können und welche Unterlagen Sie am Ende bekommen. Ob sich bidirektionales Laden für Sie lohnt und was Ihr Auto dafür können muss, steht auf der Hauptseite Bidirektionales Laden. Welche Bauart zu Ihrem Fahrzeug passt, klären wir unter Bidirektionale Wallbox kaufen.

Ablauf der Installation

  1. Schritt 01Besichtigung von Zählerkasten, Hausanschluss, Stellplatz und bestehender Photovoltaik
  2. Schritt 02Anmeldung beim Netzbetreiber mit den Unterlagen des Geräts, noch vor der Montage
  3. Schritt 03Zuleitung und Netzwerkkabel zum Stellplatz verlegen, Wallbox an Wand oder Standsäule setzen
  4. Schritt 04Schutzeinrichtungen und Messung im Zählerkasten einbauen und anschließen
  5. Schritt 05Wallbox mit Energiemanagement, Wechselrichter und Auto verbinden und einstellen
  6. Schritt 06Laden und Entladen testen, messen, dokumentieren und an Sie übergeben

Das Hausnetz vor der Montage prüfen

Bevor wir eine Leitung verlegen, sehen wir uns an, ob Ihre Hausanlage die zusätzliche Last und die Rückspeisung verträgt. Eine bidirektionale Wallbox bezieht beim Laden Leistung wie ein großer Verbraucher und gibt beim Entladen Leistung ab wie eine Erzeugungsanlage. Beides muss zum Hausanschluss, zum Zählerkasten und zu den Anlagen passen, die schon da sind.

Ist der Zählerkasten alt, voll oder entspricht er nicht mehr dem Stand der Technik, muss er vorher erweitert oder erneuert werden. Das klären wir bei der Besichtigung und nehmen es ins Angebot auf, damit es am Montagetag keine Überraschung gibt. Bei älteren Häusern empfehlen wir, die bestehende Installation im Zuge dessen durch einen Elektrobefund prüfen zu lassen.

  • Absicherung und Leistung des Hausanschlusses
  • Zustand, freier Platz und Aufbau des Zählerkastens
  • Erdung und Schutzmaßnahmen der bestehenden Installation
  • Wechselrichter, Speicher und Energiemanager, die schon verbaut sind, samt Typ und Softwarestand
  • Weg und Länge der Leitung vom Zählerkasten zum Stellplatz
  • Netzwerkverbindung am Stellplatz und im Technikraum

Zuleitung und Montageort

Die Zuleitung dimensionieren wir für die Leistung, die die Wallbox in beide Richtungen übertragen kann, und für die Länge des Wegs. In der Garage führen wir sie meist sichtbar im Rohr an der Wand, durch Wände und Decken mit fachgerecht verschlossenen Durchbrüchen. Zum Carport oder zu einem freien Stellplatz geht sie im Leerrohr in der Erde. Das Netzwerkkabel für die Steuerung legen wir im selben Zug mit, weil eine Funkverbindung für den Regelbetrieb oft nicht stabil genug ist.

Eine Gleichstrom-Wallbox mit eingebautem Wechselrichter ist schwerer und größer als ein gewöhnliches Ladegerät. Die Wand muss sie sicher tragen, rundherum braucht es Platz zum Kühlen und für den Service. Manche Geräte haben einen Lüfter, den man hört. Neben dem Schlafzimmer oder an einer dünnen Trennwand zum Wohnraum suchen wir deshalb gemeinsam mit Ihnen einen besseren Platz. Im Freien setzen wir die Wallbox auf eine Standsäule mit Fundament und achten auf Schutz vor Anfahren.

Schutzeinrichtungen und Messung im Zählerkasten

Für die Wallbox bekommt der Zählerkasten einen eigenen Stromkreis mit Leitungsschutz. Welcher Fehlerstromschutz nötig ist, richtet sich nach dem Gerät: Manche Wallboxen erkennen Gleichfehlerströme selbst, andere brauchen dafür einen passenden Schutzschalter im Verteiler. Überspannungsschutz setzen wir, wo er noch fehlt, damit Blitz und Schaltvorgänge im Netz die empfindliche Leistungselektronik nicht beschädigen.

Weil die Wallbox Strom zurückliefert, verlangt der Netzbetreiber eine Schutzfunktion, die bei Störungen im öffentlichen Netz sofort abschaltet. Bei vielen Geräten ist sie eingebaut, sonst kommt ein eigenes Schutzgerät in den Zählerkasten. Dazu gehört die Messung am Netzanschlusspunkt, über die das Energiemanagement erkennt, ob gerade Strom bezogen oder eingespeist wird. Gibt es diese Messung schon für die Photovoltaik, binden wir die Wallbox daran an, statt eine zweite zu setzen.

Einbindung in Energiemanagement und Photovoltaik

Erst die Einstellung macht aus dem Auto einen Hausspeicher auf Rädern. Wir verbinden Wallbox, Wechselrichter und Energiemanager, prüfen, dass alle Geräte dieselben Messwerte sehen, und legen fest, wer die Regelung übernimmt. Zwei Systeme, die gleichzeitig regeln, schaukeln sich sonst gegenseitig auf.

Mit Ihnen gemeinsam stellen wir ein, wie sich die Anlage im Alltag verhalten soll. Diese Werte lassen sich später in der App ändern, am Anfang wählen wir sie eher vorsichtig:

  • Mindestladestand, unter den das Auto nie entladen wird
  • Entladeleistung, damit das Auto nur den Hausverbrauch deckt und nicht ins Netz einspeist
  • Rangfolge zwischen Heimspeicher und Auto, falls beides vorhanden ist
  • Zeiten, zu denen das Auto voll sein muss, etwa vor der Fahrt in die Arbeit
  • Vorrang für Überschussladen aus der Photovoltaik vor Netzstrom

Abstimmung mit dem Netzbetreiber

Die Anmeldung reichen wir vor der Montage ein, mit Datenblatt, Nachweisen des Geräts und einem Schema der Anlage. Je nach Gebiet ist das Netz Oberösterreich, LINZ NETZ oder eww Netz in Wels. Der Netzbetreiber kann Auflagen machen, etwa eine Begrenzung der Einspeiseleistung oder ein bestimmtes Messkonzept. Diese Auflagen setzen wir bei der Installation um und stellen sie im Energiemanagement ein.

Solange die Zusage fehlt, bleibt die Rückspeisung gesperrt. Liegt die Zusage vor, melden wir nach der Inbetriebnahme die Fertigstellung. Muss der Zähler getauscht werden, erledigt das der Netzbetreiber selbst, den Termin dafür stimmen wir mit Ihnen ab.

Inbetriebnahme und Test mit Ihrem Auto

Zuerst messen wir die Installation durch: Schutzleiter, Isolation, Auslösen des Fehlerstromschutzes und Drehfeld. Danach kommt Ihr Auto an die Wallbox, und wir prüfen Schritt für Schritt, ob alles so arbeitet, wie es eingestellt wurde:

  • Das Auto lädt, und die Ladeleistung folgt dem Überschuss der Photovoltaik
  • Das Auto entlädt, und am Netzanschlusspunkt regelt die Anlage auf den Hausverbrauch
  • Beim eingestellten Mindestladestand hört das Entladen auf
  • Bei simuliertem Netzausfall schaltet die Wallbox ab und speist nicht weiter
  • Nach Rückkehr des Netzes startet der Betrieb von selbst wieder
  • Alle Werte kommen in der App und im Energiemanagement richtig an

Was Sie vor dem Termin vorbereiten

Wenn für das Leerrohr gegraben werden muss, können Sie das nach Absprache selbst übernehmen. Wir sagen Ihnen vorher, wie tief und wo, und verlegen die Leitung dann in den offenen Graben.

  • Das Auto am Tag der Inbetriebnahme zu Hause lassen, mit Schlüssel und etwas Ladung über dem gewünschten Mindestladestand
  • Die Software des Autos auf den aktuellen Stand bringen, weil die Rückspeisung oft an einen bestimmten Softwarestand gebunden ist
  • Zugangsdaten zur App des Autoherstellers und zum Portal von Wechselrichter oder Energiemanager bereithalten
  • Garage oder Stellplatz und den Bereich vor dem Zählerkasten freiräumen
  • Zugang zum Router, damit wir das Netzwerkkabel dort anschließen können
  • Unterlagen der Photovoltaikanlage und eines vorhandenen Speichers heraussuchen

Wie lange die Installation dauert

Liegt der Leitungsweg günstig und ist der Zählerkasten in Ordnung, sind Montage und Anschluss rasch erledigt. Länger wird es, wenn gegraben, der Zählerkasten erweitert oder ein Fundament für die Standsäule gesetzt werden muss. Die Einstellung und der Test mit dem Auto brauchen ihre eigene Zeit, weil wir Laden und Entladen in Ruhe durchprüfen.

Manchmal liegen Montage und Inbetriebnahme an verschiedenen Tagen, zum Beispiel wenn der Netzbetreiber noch den Zähler tauschen muss.

Erst normale Wallbox, später Gerätetausch

Darf Ihr Auto noch nicht zurückspeisen, montieren wir oft zuerst eine normale Wallbox. Dabei verlegen wir die Zuleitung so, dass sie auch für ein späteres bidirektionales Gerät reicht, lassen im Zählerkasten Platz für Schutz und Messung und legen das Netzwerkkabel gleich mit. Am Montageort achten wir darauf, dass auch ein größeres und schwereres Gerät dort Platz findet. Wie die Montage einer normalen Wallbox abläuft, steht unter Wallbox montieren.

Kommt die Freigabe für Ihr Auto, ist der Umstieg dann vor allem ein Gerätetausch: alte Wallbox abbauen, neue setzen, Schutzeinrichtungen ergänzen, beim Netzbetreiber neu anmelden, einstellen und testen. Grabungen und neue Leitungen fallen weg, weil sie beim ersten Mal schon passend gemacht wurden.

Übergabe und Dokumentation

Bei der Übergabe zeigen wir Ihnen in der App, wo Sie Ladestand, Mindestladestand und Entladeleistung sehen und ändern, und wie Sie die Rückspeisung bei Bedarf pausieren, etwa vor einer langen Fahrt. Sie bekommen eine Dokumentation, mit der auch ein anderer Elektriker später weiß, was verbaut ist:

  • Messprotokoll der Installation
  • Ergänzter Stromlaufplan des Zählerkastens
  • Datenblätter und Nachweise von Wallbox und Schutzeinrichtungen
  • Die eingestellten Werte von Wallbox und Energiemanagement
  • Bestätigung der Anmeldung beim Netzbetreiber

Nach der Übergabe: Updates und Prüfungen

Auto, Wallbox und Energiemanagement bekommen laufend Software-Updates. Ein Update kann neue Funktionen bringen, aber auch Einstellungen zurücksetzen oder die Freigabe ändern. Fällt Ihnen nach einem Update auf, dass das Auto nicht mehr entlädt, melden Sie sich bei uns, wir sehen uns das an. Die Anlage gehört wie jede Elektroinstallation zu den Teilen des Hauses, die bei einem wiederkehrenden Elektrobefund mitgeprüft werden.

Wer das E-Auto zusätzlich als Reserve bei Stromausfall nutzen will, braucht eine Umschaltung mit Netztrennung, mehr dazu unter Notstrom montieren.

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Häufige Fragen

Häufige Fragen. Kurz und klar.

Muss mein Auto bei der Inbetriebnahme dabei sein?

Ja. Ohne das Auto können wir Laden und Entladen nicht testen. Es sollte etwas Ladung über dem gewünschten Mindestladestand haben, damit wir das Entladen ins Haus prüfen können.

Muss der Zählerkasten für eine bidirektionale Wallbox erneuert werden?

Nicht immer. Es braucht Platz für Leitungsschutz, Fehlerstromschutz, Messung und gegebenenfalls ein Schutzgerät. Ob Ihr Zählerkasten das hergibt oder erweitert werden muss, sehen wir bei der Besichtigung.

Was passiert, wenn der Netzbetreiber noch nicht zugestimmt hat?

Dann bleibt die Rückspeisung gesperrt. Je nach Auflagen kann die Wallbox bis dahin schon als normales Ladegerät arbeiten. Wir geben das Entladen frei, sobald die Zusage vorliegt.

Montieren Sie auch eine Wallbox, die ich woanders gekauft habe?

Nach Prüfung ja. Wir sehen uns vorher an, ob das Gerät für Ihr Auto freigegeben ist, die Nachweise für den Netzbetreiber vorliegen und es sich in Ihr Energiemanagement einbinden lässt. Fehlt eines davon, sagen wir es Ihnen vor dem Termin.

Können Photovoltaik und Wallbox von verschiedenen Herstellern sein?

Oft ja, wenn Wallbox und Energiemanagement über eine gemeinsame Schnittstelle miteinander reden. Das prüfen wir vor der Montage anhand der Herstellerangaben, damit am Ende nicht zwei Systeme gegeneinander regeln.

Wie lange ist der Strom während der Montage abgeschaltet?

Nur während der Arbeiten im Zählerkasten. Den Zeitpunkt kündigen wir vorher an, damit Sie Kühlgeräte, Homeoffice und Heizung darauf einstellen können.

Was tun, wenn das Auto nach einem Update nicht mehr zurückspeist?

Prüfen Sie zuerst in der App, ob die Rückspeisung aktiv ist und der Mindestladestand nicht erreicht wurde. Hilft das nicht, melden Sie sich bei uns. Wir prüfen Einstellungen und Softwarestand von Auto, Wallbox und Energiemanagement.